Die Herstellung

AUFBEREITUNG VON
SPAGYRISCHEN TINKTUREN

Die Methode wird in absolut verkĂŒrzter Form dargelegt, da die Herstellung alchemischer Tinkturen Ă€ußerst zeitaufwĂ€ndig und kompliziert ist.

In dem Wort SPAGYRIK verbergen sich zwei griechische Wörter:

1. herausziehen, teilen
2. sammeln, verbinden, zusammenfĂŒgen, vereinigen

Diese beiden Begriffe bilden die Grundlage jeder echten alchemistischen Arbeit, daher der oft zitierte Satz: „Salve et coagula, et habebis magistrum.“ (Löse und binde und du wirst das Magisterium haben)

Die alchemistische Arbeit vollzieht sich stets in drei Stufen:

1.Die TRENNUNG (Separation)
2. Die REINIGUNG (Purifikation)
3. Die WIEDERVEREINIGUNG (Kohabation oder chemische Hochzeit)

Diese Arbeiten fĂŒhren nach Ansicht der Spagyriker zu einer Erhöhung und Freilegung bestimmter HeilkrĂ€fte, der Ausgangsspezies. Die Spagyrik ist die Anwendung alchemistischer Arbeitsweisen zur Produktion von Heilmitteln. Die Alchemisten vertreten die Ansicht, dass unsere Lebensmittel, wenn sie richtig zubereitet und aufbereitet sind, wie der Name schon sagt, uns „LEBEN VERMITTELN“ sollen, und somit sehr wohl als Heilmittel angesehen werden können.
Die Pflanze wird im bestimmten VerhĂ€ltnis mit fusselölfreiem und hochprozentigem Alkohol in einem großen Einmachglas angesetzt und mindestens drei Monate an der Sonne stehen gelassen. Dann werden mit einem geeigneten Sieb die festen Pflanzenteile von der FlĂŒssigkeit getrennt. Die Pflanzen werden noch einmal gut ausgepresst und dem Rest des Pflanzenextraktes zugefĂŒgt, in eine dunkle Flasche gefĂŒllt und verschlossen weggestellt. Aus den festen Pflanzenteilen werden nun die Salze und Mineralien herausgezogen. Die verbliebenen Pflanzenreste werden an der Sonne getrocknet und danach in einem dafĂŒr geeigneten Ofen zu Asche verbrannt.
Ist die Rauchentwicklung im Ofen beendet, bleibt die Asche vorerst schwarz,  alles ist verkohlt. Nun wird mit einer noch höheren Temperatur im Ofen die Kalzination eingeleitet. Die schwarze Asche beginnt zu glĂŒhen und verwandelt sich allmĂ€hlich in eine weiße Asche. Die Erhitzung erfolgt solange, bis die Asche reinweiß ist. Es dĂŒrfen keine schwarzen Kohleteilchen mehr vorhanden sein.
Die weiße Asche enthĂ€lt nun die löslichen Salze und Mineralien, damit wird die spagyrische Tinktur vervollstĂ€ndigt. Die löslichen Salze und Mineralien werden mit destilliertem Wasser aus der Asche ausgezogen, wobei die dreifache Menge an Wasser auf die Asche gegossen wird. Alles wird nun gefiltert und die erhaltene Salzlösung bis zur Trockenheit eingedĂ€mpft. Die weißen Salze und Mineralien werden durch diesen Vorgang sichtbar gemacht und der Tinktur zugesetzt.
Die Tinkturen werden zusÀtzlich tachyonisiert und nach Fertigstellung informiert.
Somit ist die SPAGYRISCHE TINKTUR fertig.

Merkur…

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